Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfern des NS-Regimes

Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfern des NS-Regimes

Vertreter_innen der LAG Lesben in NRW, des Schwulen Netzwerks NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des Arbeitskreises Regenbogen in ver.di Köln laden dazu ein, am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen niederzulegen.

Lesbische Frauen und schwule Männer mussten im Dritten Reich ihre sexuelle Orientierung verbergen und sich verstellen. Viele wurden totgeschlagen, ihr Schicksal lange Zeit totgeschwiegen.

2017 erfolgte die längst überfällige Rehabilitierung der durch den § 175 StGB nach 1945 Verurteilten. Trotzdem wirken die damit einhergegangene Kriminalisierung, die Anfeindungen und Stigmatisierungen in der gesellschaftlichen und politischen Wahrnehmung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten bis heute nach. Wir stehen erneut vor einer Entwicklung, in der eine Ausgrenzung von vermeintlich „Anderen“ kein Tabu mehr darzustellen scheint. Rechtsradikale sind in die Parlamente eingezogen und beginnen unverhohlen, die Gräuel des Nazi-Terrors zu relativieren.

Lasst uns ein deutliches Zeichen gegen Abwertungen, Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft setzen!

Begrüßung: Marlis Bredehorst | Vorstand ARCUS-Stiftung | Staatssekretärin a.D.

Gedenkrede: Wilhelm Kutsch | Vorsitzender Förderverein Centrum Schwule Geschichte

Die Zauberflöten untermalen das Gedenken musikalisch.